Die Potsdamer Gemeinde stellt sich vor!

In Potsdam gibt es seit über 25 Jahren eine Bahá’í-Gemeinde. Die Potsdamer Bahá’í stammen aus ganz unterschiedlichen Kulturen und Ländern. Mittelpunkt des Gemeindelebens ist das Neunzehntagefest, das am Beginn eines jeden Bahá’í-Monats (der Bahá’í-Kalender kennt 19 Monate zu je 19 Tagen) begangen wird. Es besteht aus einem Andachtsteil, einer Gemeindeberatung und einem sozialen Teil. Vorschläge aus der Beratung werden an den „Geistigen Rat“ weitergereicht - dem jährlich gewählten Leitungsgremium einer Bahá'í-Gemeinde. Die Bahá’í haben keinen Klerus, das heißt: alle machen mit und tragen Verantwortung. Predigten gibt es nicht, jeder kann aus den Heiligen Schriften lesen oder singen. Unsere Feiertage begehen wir in Potsdam gemeinsam mit Freunden, Bekannten und interessierten Nachbarn. Wir bieten seit einigen Jahren Kinderklassen und Juniorjugendgruppen an, ebenso Studienkreise und Andachtsversammlungen, die offen für alle sind. Zudem engagieren sich viele Bahá'í in ihrem Stadtteil, unterstützen bei sozialen Aktivitäten in ihren Nachbarschaften und bei der Arbeit mit geflüchteten.

Unser globales Bewusstsein verwandeln wir hier in Potsdam in lokales Engagement. Während Bahá’u’lláhs Schriften die Grundlage und das Herzstück unserer regelmäßigen Aktivitäten bilden, stehen diese allen Menschen offen, ob religiös oder nicht. So bemühen sich Menschen allen Alters und jedweden Hintergrundes in Potsdam und in zahllosen Nachbarschaften auf der ganzen Welt, ihr Umfeld mitzugestalten und zu dem Prozess der Vereinigung der ganzen Menschheit beizutragen. Denn einen Wandel, davon sind wir überzeugt, kann man nur bewirken, wenn man zusammenarbeitet.

Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger.

Bahá'u'lláh (1817-1892)

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Informationen zum Bahá’í Glauben

Geschichtlicher Hintergrund der Bahá’í-Religion

Vor über 170 Jahren lehrte Bahá’u’lláh (dt. „Herrlichkeit Gottes, 1817-1892), der Stifter der Bahá’í-Religion, dass es nur einen Gott gibt, dass alle Religionen vom selben Gott kommen mit der Absicht, den Menschen Antworten auf die jeweiligen Nöte der Zeit zu bringen. Es gibt nur eine Menschheit, ungeachtet der ethnischen Zugehörigkeit, Ländergrenzen, Sprachen und Kulturen. Bahá’u’lláh hat die Menschheit dazu aufgerufen, einen längst fälligen weltweiten Frieden zu stiften und ihr die Mittel und Wege aufgezeigt, wie dies von der Basis her umgesetzt werden kann.